Archive for the ‘Texte’ Category

Siegfrieds achte Aventure

Mai 10, 2010

Siegfried betrachtete einen Augenblick lang den leblosen Drachen, der zu seinen Füßen lag und ihm dennoch bis über den Scheitel reichte. Stinkend, brüllend und feuerspeiend hatte die Bestie sich zu Beginn präsentiert. Nach ein paar Schwertstreichen waren das Feuerspeien und das Gebrüll versiegt und es war nur der Gestank geblieben.
Siegfried reinigte sein Schwert mit einigen Tempotaschentüchern, entschuldigte sich beim Drachen für die Notwendigkeit der Tötung und ging seines Weges.
Dies war der siegreiche Schluss Siegfrieds siebter Aventure.

Bald darauf begegnete Siegfried einem König, der seiner Krone müde war.
„Heil, Siegfried“, sagte der König, „Wohin führt dich dein Weg?“
„Immer dem Abenteuer und den schwierigen Aufgaben entgegen“, erwiderte Siegfried schlicht.
„Hättest du zufällig Lust, mein Königreich zu führen?“ fragte der König „Mein Land könnte einen jungen, tapferen, gutaussehenden und intelligenten König gut gebrauchen.“
„Dein Land könnte ein Abwassersystem und das Ende der Knechtschaft durch deine Büttel gut gebrauchen“, erwiderte Siegfried, „Ich werde gerne dein Königreich übernehmen.“ (more…)

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(Warum studieren?)

März 30, 2008

warumstudieren.jpg (Warum studieren? 2x klicken)

deutsche Version

März 18, 2008

Er war ein wenig gespannt auf den legendären Älteren, zugleich gelangweilt und sicher, dass dieser ihm nichts zu sagen haben würde, noch sicherer, dass er ihn nicht mögen würde, aber vor allem hatte er Angst, man hatte schon viel von Ruben gehört.

Als sie jedoch eine Weile gesprochen hatten fühlte er sich dem Älteren nahe, als habe er ihn sein Leben lang gekannt. Weise, stark und makellos erschein er ihm, erfahren und klug, als wäre der Altersunterschied ein Jahrhundert und nicht wenige Monate.

Das erste Mal im Leben fühlte er sich mit jedem Wort, das er sagte, verstanden.

“Es ist alles so sinnlos, so schal. Ich lebe nicht wirklich, weißt du. Wofür lohnt es sich, einzustehen, woran zu glauben, wofür zu kämpfen, ja, wofür lohnt es überhaupt aufzustehen.”

Der Ältere sagte nichts, hörte nur zu, die hellen Augen stumm auf ihn gerichtet.

„Wofür ist es alles gut, das frage ich mich, jedes Gespräch hohl, jedes Handeln zwecklos. Alles was ich tue ist unecht, als würde ich es nicht wirklich meinen. Ist das wirklich das Leben, so unecht, das frage ich mich, es muss sich doch anders anfühlen. Was ist echt?“ fragte er.

Ruben schwieg eine Weile bevor er antwortete: „Was echt ist? Blut, Schweiß und Tränen. Schmerz, Anstrengung und Unglück, das gehört zu unserem Leben, das ergibt sich aus unserem Menschsein. Dein Leben aber ist von Tränen bestimmt, Tränen des Selbstmitleids, das muss sich ändern.“

„Selbstmitleid, so ein Unsinn! Es ist einfach alles so unecht. So hohl.“

„…“

„Meinetwegen, ja, Selbstmitleid, vielleicht. Ich möchte, dass sich mein Tun ehrlich anfühlt, nicht so aufgesetzt, nicht so sinnlos, und ich weiß nicht wie. Ich möchte Großes tun, aber es scheint keine Gelegenheit zu geben.“

„… Soll ich dir helfen?“ fragte Ruben sanft.

Etwas an seiner Stimme ließ ihn unwillkürlich einen Schritt zurücktreten.

„…nur zu, auch wenn ich bezweifle, dass mir irgend jemand helfen kann“, sagte er dann.

 

The first conversation

März 16, 2008

(…) Yet after a few minutes of talking he felt as if he had known the elder one for his whole life. Wise, strong and perfect Ruben seemed to him, though the difference of age was only a few months. For the first time in his life he had the feeling of being properly listened to, like only people who understand can listen.

 

„Everything… you know, everything seems so worthless. So fake. I don’t feel alive. I feel like nothing is worth fighting for it. In fact, I feel like nothing is worth even thinking about it.“ he said. 

The elder just looked at him, face very blank, very still.

„What is it good for anyway, I keep asking myself. All conversations are shallow, all my actions don’t take results. I feel like all my doings are fake. I wonder if this is real life, so nothinglike. What is real?“ he asked.

There was a moment of silence before Ruben answered him:“What is real? Blood, sweat and tears. Life has always been like that for humans. At the moment yours is a life of tears. As your tears are these of self-pity someone will have to help you overcome these.“

„Self-pity, hell, no! It just is shallow!“

„…“

„Well, yeah, maybe some sort of it, too. I’d greatly like to feel less fake and don’t know what to do, you know. There seems no chance for me to prove myself.“

„… allow me to help you“, Ruben said softly.

There was something in his voice that made him involuntarily take a step back.

„Sure, though I doubt anyone can be of any help to me“ he said then.

 (…this is part of an epic tale I’m trying to write. It is translated from German so I hope the langugage does not suck too much)