Archive for Januar 2010

Januar 31, 2010

Übermorgen mache ich mein erstes Taekwondoprobetraining.
Stay tuned.

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Höflichkeitsfragen

Januar 30, 2010

EInleitend muss ich sagen, dass ich Höflichkeit als etwas sehr Angenehmes empfinde und mir viel daran liegt, dass mir so begegnet wird, aber auch, dass ich anderen so begegne. Mit Höflichkeit meine ich ein gewisses Wohlwollen und die Bereitschaft, den anderen zu achten, weniger irgendwelche Stilfragen. (Wobei sich das natürlich überschneidet.)
Aber Fragen wie: Wie höflich zu den Unhöflichen (aka Wie pissig zu den Pissern) tauchen immer wieder in meinem Leben auf.
Ebenso wie Fragen danach, was in bestimmten Situationen jetzt eigentlich richtiges/stilvolles/höfliches Verhalten ist.

Ich teile ein paar ausgewählte Probleme mit euch…

1) Grundsätzlich gilt es ja als unhöflich, sich selbst zuerst zu nennen. (korrekt: „Susi und ich gehen ins Kino“ weniger korrekt: „Ich und Susi…“)
Sagt man sich selbst in einem negativen Kontext zuerst oder auch zuletzt?
Also:
„Wer ist für diese abscheuliche Affäre verantwortlich?“
korrekt: „Ich und Susi“ (Ganz korrekt natürlich: „Ich.“ und Susi kann selbst was sagen.)
Liege ich da richtig?

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Bedankt ihr euch bei Dingen, die euch aufgezwungen werden?
zB Eine Kaffeerunde und die Gastgeberin fragt „Wer will noch ein Stück“ und als keiner Antowrt bzw alle verneinend und lächelnd den Kopf schütteln: „Ah, L. Du willst sicher noch.“ „Nein, vielen Dank, ich bin wirklich satt.“ „Ahgeh, sicher willst du noch“ –> Kuchen auf Ls Teller.
Ich fasse immer solche Bevormundungen aus. Erstens frage ich mich, ob es an meinen Augen liegt, die „Kuchen“ sagen, wenn ich „Nein, danke“ sage. Zweitens aber sage ich, sobald mir Kuchen auf den Teller gelegt wird, sofort „Vielen Dank“, selbst wenn ich explizit abgelehnt habe und wirklich nicht mehr will.

(zur Verteidigung der Kuchengeber muss ich anmerken, dass ich zuweilen wirklich noch Kuchen will…. sehr vertrackt, dieses Kuchendilemma)

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Grundsätzlich fände ich ein generelles „Du“ sehr viel angenehmer. Aber unter den gegebenen Umständen…
Wie reagiert ihr auf unbekannte Leute, die euch duzen?

Bei vielen mich duzenden Leuten vermute ich die gleiche Affinität zum Du wie bei mir.
Aber bei manchen frage ich mich, worauf sie hinauswollen? Dass ich sie auch duze?Dass ich sie Sieze?
Und wenn ihr die Intention eures Gegenübers erraten habt – zählt sie euch irgendwas?

zB Dein Boss sagt dir, „Ich darf eh Du sagen zu dir, oder“ (hehe, hab ich schon angemerkt, dass ich der Boss bin und die Macht habe und ich alle jungen Damen in meiner Abteilung duze) Heißt augenscheinlich nicht, dass man sich wechselseitig duzt und weist – nicht gerade durch Eleganz und Subtilität bestechend – darauf hin, wie es um die Machtverhältnisse bestellt ist.
So eine Situation ist ekelhaft. Punkt. Trocken ebenso zum Du übergehen? Auf Sie bestehen? Oder dumm lächeln und „Gerne“ zirpen?
(Gott gebe, dass ich nicht an so einen Boss gerate. Ich würde sicher genau das tun, was gerade am Allerschlechtesten passt. In einer fahrigen Geste eine Kaffeetasse umstoßen oder so.)

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Neigt ihr dazu, die Leute, die euch begegnen auf ihr saumäßiges Benehmen hinzuweisen?
Ich nicht. Aber manchmal (sehr viel später etwas Vorgefallenes überdenkend) ärgere ich mich darüber, wie langsam ich reagiere.

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Wie lange besteht ihr auf eine Höflichkeit?
zB du gehst mit Susi zur Tür und lässt Susi vor, Susi lässt aber dich vor, du bestehst drauf, dass Susi vorgeht, Susi besteht drauf, dass du vorgehst…

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Verhaltet ihr euch zu ungebeten Gästen so, wie die Israelischen Botschafter zu den türkischen?

Ich bin nämlich immer wieder erstaunt, wie schnell mir „Nein, du störst überhaupt nicht, komm nur herein, willst du was trinken“ entfleucht, wenn die Anfänge des Dialogs in etwa so waren:
Ungebetener Gast (mit viel Getös): Ich hab mir gedacht, ich brauch nicht anrufen und die Tür war offen… Boah, bei dir schaut’s aus.
L: Hallo, G. Ich bin gerade ein wenig beschäftigt.
G: Kann ich reinkommen?
L: …
G: Na gut, ich komm rein.
L: … Weißt du, ich bin wirklich gerade beschäftigt…
G (tritt ein): Ich stör doch nicht?
L: Nein, du störst überhaupt nicht, komm nur herein, willst du was trinken (AAAARGH!!!!)

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Wenn ihr etwas an sich gerne anders mögt, als es der gesellschaftlichen Konvention entspricht… Macht ihr es wie vorgesehen, um euren Gegenüber nicht zu irritieren?

Bsp 1: Es ist in Österreich üblich, mit Worten wie „Nimm Platz“ ein gewisses Wohlwollen auszudrücken. Ebenso üblich ist es, sich zu setzen.
Jetzt aber verhält es sich mit mir so, dass ich sehr klein bin und meine Beine auf nahezu jedem Sessel nicht auf den Boden reichen und dass ich sitzen auf einem Sessel als Einschränkung meiner Bewegungsfreiheit empfinde. Es ist jetzt nicht so, dass es mich furchtbar stört, aber grundsätzlich würde ich lieber stehen (oder am Boden sitzen). Mir ist durchaus klar, dass so gut wie jede Situation mit unterschiedlichen Augenhöhen befremdlich wirkt – aber mir wäre sehr geholfen, wenn die gesellschaftliche Konvention lautete „Beide stehen“ oder „Beide hocken am Boden“ (sind die Japaner nicht elegant) statt „Einer sitzt und jetzt muss L sich dazusetzen“.

zB Gruppe am Sofa, grinsend: „L, setz dich zu uns“
L: „Danke.“ (siehe auch Eintrag Nummer 2 zu meinem Danke-Automatismus.)

zB Verhandlungspartner im Arbeitszimmer: „Darf ich Ihnen einen Sitzplatz anzubieten“
L: „Danke“ (setzt sich und findet, dass das ihrer Bügelfalte am Rock ganz miserabel bekommt und – ei potz- ohne ihr Gewicht drauf fallen ihr die Schuhe fast von den Füßen, die nicht den Boden berühren)

zB fände ich sich unterhalten im Gehen sehr viel cooler als sich unterhalten im Sitzen. Wobei Sitzen natürlich den unbestrittenen Vorteil hat, dass man manierlich dabei essen kann.

Bsp2: Es ist in Österreich üblich, zu jedem noch so geringen Anlass alkoholische Getränke zu trinken.
Ich mag das nicht, und im Gegensatz zu Bsp1 ist mein Widerwillen gegen die Konvention so groß, dass ich die angebotenen Sektgläser mit augesuchter Höflichkeit ablehne. Nur, dass die Alkoholanbieter sich damit nicht zufrieden geben und mich fragen: „Warum nicht. Ahgeh, ein Glaserl.“ und teilweise ein Rechtfertigung verlangen. So, wie es unter 14-jährigen mit dem Rauchen ist, ist es bei Firmenfeiern mit dem Sekt.
Ich sage es höflich – aber ich muss es mehrmals sagen, bis es wirklich klar ist.

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Wie meldet ihr euch am Handy bei unbekannten Nummern?

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Bitte in den comments eure Antworten posten. Ich bin überfragt und mein kleiner Elmayer gibt auch nichts her.

Allllllrrrright.

Januar 29, 2010

This week was not exactly a big success concerning my ph.d.
The problem is that I can’t bring myself to own up to not doing the ph.d and do something else instead. No, I keep on trying for the ph.d and my mind is on ph.d and my utmost dislike for my ph.d and on a little procrastination with bad conscience because of the ph.d.
I read a few essays, write something down, comment on something – but I never actually work with my mind focused on the ph.d.
As soon as I enter my office I feel bad. Bad about how I am, bad about this sheer impossible task, bad about the freaking world around me. Stuff that never bothers me – like someone not greeting me in the supermarket or my totally dirty car or how I always get spam-mail – suddenly bothers me until I think that god exists and he certainly hates me.

I know quite a few people who are neither self-disciplined nor intelligent. Still, they academically outrank me. I just don’t get how they have managed to do so (maybe they *do* have more self-discipline reagarding their academic work?).

It’s not that I am not moving forward. I do, in small steps. It’s that I hate every step what really bothers me.
From which I deduct that I should make bigger steps. Speed up (did I mention that I know a boy who managed to write his A-grade master-thesis in 2 weeks?). Get it over with. 300 pages don’t take so much time. Not writing takes so much time.

Januar 29, 2010

Dissertation = small fish

Januar 28, 2010

Whenever I read something beautiful and true, I can’t just quote it, comment it and pass on. I have to sit there, pondering over the beauty and greatness of this thought, like you would smell a flower and nearly swoon. Beautiful ideas are like some kind of drug.
After reading about Dworkin’s theory that there can be only one right decision/judgement I was totally enthralled. I couldn’t move. I had to sit there with a bland smile and stare at the wall. (By the way I don’t agree with the theory. Still…. sooooo beautiful.)

Writing takes much longer that way. oO

Januar 28, 2010

Check how noble the higher ranking lawyer claims authorship with his name in second place only. Siegwart/Höhne. Even the alphabetical order would be on the other men’s side. This is so courteous. ^^
Things like these make me believe in Austria.
http://www.h-i-p.at/beitrag/ecolex10-2009.pdf

Januar 28, 2010

scientific writing flow frenzy

random stuff

Januar 28, 2010

1)If you have a room with glass windows and you put black paper directly onto the inside of said glass window… would this result in a mirror effect (seen from the other side of the glass)?

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2)
I should be working on my thesis. But I have such a great time enjoying the thought of me, my finished thesis, my title, the people I’m going to invite to the promotion (which is some sort of formal act where everyone wears these weird matrix-clothes and huge scrolls with latin words are handed to the graduated students. Oh, and you marry science or something.) and how this is going to feel soooo good when the pressure to work seizes.

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3)
My big daughter know’s Spock’s Vulcan death grip. Bad. Very bad. Especially for me.

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4)
At the moment I enjoy the sight of my agenda. So many cool things are going on.

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5)
Did I mention that I’m Yasso Kuhl? (doesn’t anyone ever get the reference?)

CSI Playground: Books

Januar 27, 2010

(There’s a reason why they are not allowed to enter the living-room without adult supervision. This is the third time they’ve done that to me. Gnaaaaah. I think I’ll refrain from the alphabetical order from now on.)

awkward lack of coolness

Januar 26, 2010

I was just trying for more speed while backkicking my waterbag when I saw an image of someone moving in the mirror. Suddenly aware of being watched I turned to look at a bunch of teenagers. They were grinning and giving me thumbs-up.
I tried for a cool smile and kept on kicking my sandbag. Somehow I felt the urge to show off some superior double-triple-trickser-spin-thingy (oftentimes I feel the urge to impress teens as I feel the urge to make children smile). Then my mind reminded me of the unstretched wretchedness of my body. I kept on doing my sidekicks, double- and triplesidekicks, tried a few other easy kicks – but I stil felt them watching.

After maybe 20 kicks the situation turned awkward. They were obviously waiting for something cool to happen. (Sorry, folks. Just untrained little me and the sandbag and the giggling baby.)
The situation was awkward as they didn’t pass by but kept watching and talking to each other while – gnaaah- pointing at me.
I took the baby up in my arms, showed it to the crowd as if to apologize for leaving because of the hungry baby (who was in fact perfectly happy sitting on the matress in my work-out room) and fled left.