Archive for Mai 2007

Mai 31, 2007

„Hach, Franzi! Alle anderen Männer, die ich kenne, sind reich, oder zumindest geistreich. Du bist so erfrischend anders.“

(Millionärin zu Franz Gans. )

Mai 23, 2007

…the tears of a man who cannot die…

the world belongs to you for a season

Mai 12, 2007

… Ah! realize your youth while you have it. Don’t squander the gold of your days, listening to the tedious, trying to improve the hopeless failure, or giving away your life to the ignorant, the common, and the vulgar. These are the sickly aims, the false ideals, of our age. Live! Live the wonderful life that is in you! Let nothing be lost upon you. Be always searching for new sensations. Be afraid of nothing. (…)With your personality there is nothing you could not do. The world belongs to you for a season. (Oscar Wilde: The picture of Dorian Gray)

…. eigentlich haben wir in der Schule sehr schöne, edle Sachen kennengelernt.

Mai 11, 2007

people smile but they never ever change

Mai 10, 2007

Ich überlege gerade, welchen Job ich in der Zeit meines Doktorats ausüben soll.
Was dabei wichtig ist, sind folgende Faktoren: Soll wenig Zeit in Anspruch nehmen (wg. Baby) bzw. mit C. gemeinsam ausübbar sein, soll nicht zu viel Geld bringen (sonst Stipendium weg), soll Spaß machen.

Ideen meinerseits:

1) Volkshochschulkurse in Zeitmanagement („… seht wie ich es mache! Macht es anders.“) , Rhetorik („Erröten ist gar nicht sooo uncool“), Jus („Eigentumsklage ist sexy! Lernen Sie wie“)
2) Illegale Mafia-Anwalts-Inkassobüro-Connection („Sie haben ein Problem? Wir haben die Lösung! Ob vor Gericht oder auf andere Weise – wir setzen Ihr Recht durch!“)
3) Ich schreibe die Diplomarbeit und finanziere mein Doktoratstudium über wissenschaftliche Beiträge in Jus-Zeitschriften
4) Ich schreibe Zeitungsartikel, Kurzgeschichten und anderes Zeug ( „Der abgeschlossene Roman“ in der Neuen Post könnte problemlos auch aus meiner Feder stammen.), veröffentliche Sonntags-Comics usw.
5) Ich mache auf Babysitter (Nenne es „die Baby-Gang“ und mache ein ultracooles PR-Konzept rundum).

Mai 7, 2007

Wir haben eine Wohnung!!!

Es ist sehr,  sehr hip.

In der Nähe gibt es ein Restaurant voll Russen (mit Springbrunnen).

Mai 6, 2007

denial is the most predictable of all human responses

Mai 3, 2007

KoWi-Absolventin Catherine, 22, wird arbeiten, ohne dafür bezahlt zu werden. Und sie ist nicht einmal wütend darüber. Im Gegenteil. Sie freut sich: Ein Praktikum! Das ist ihre Chance. Der leuchtende Glanzpunkt ihres Lebenslaufes, die Praxiserfahrung, die all ihre zukünftigen Arbeitgeber bezaubern und ihr den Weg zu bezahlter Erwerbsarbeit ebnen wird.
“Es ist ein Praktikum für zwei Monate. Sie zahlen nichts, aber egal. In Wien krieg ich ganz billig ein Zimmer, kostet nur 240 Euro im Monat, mein Vater hat gesagt, das zahlt er mir.”
Ich sehe diesen glückliche Ausdruck in Catherines Augen. So, als hätte sie einen Mathe-Einser oder zumindest einen Lotto-Vierer.
Ich hasse es, diesen glücklichen Ausdruck kaputt zu machen. Aber: Warte mal, Catherine. Du lässt dir von deinen Eltern Geld geben, damit du dafür bezahlen kannst, dass du 2 Monate lang 40 Stunden arbeiten kannst?
Jede Hure würde den Freier auslachen, der das erste Mal gratis Sex haben will. (“Pussy, das ist deine Chance! Ich werde allen erzählen, wie gut du warst! Wenn’s mir gefällt, machen wir’s das nächste Mal auch für Geld.”)

Natürlich sage ich das Catherine nicht, man ist schließlich befreundet.
Ich frage: “Warum willst du gratis arbeiten?”
Es folgt ein wahrer Wortschwall Catherines, dem ich entnehme, dass auch sie sich diese Frage im geheimen schon gestellt hat.
Es sind unstrukturierte Argumente:
Dass ein Unternehmen ja wissen muss, ob jemand gut ist, bevor es jemanden einstellt. Dass man so was im Lebenslauf braucht. Dass sie sowieso nichts anderes findet. Dass sich vielleicht darüber Kontakte ergeben, und dass sie dadurch dann einen interessanten Arbeitsplatz findet.

Was Catherine in ihrem unbezahlten Praktikum sieht, ist also eine Chance auf einen bezahlten Arbeitsplatz.
Sie wird sich vom unbezahlten Praktikum zum bezahlten Praktikum hocharbeiten und dann irgendwann eine bezahlte Arbeit haben.
So wie Catherine denken auch viele andere junge Menschen. Laut Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (österreichsiche Studien lagen zu Redaktionsschluss nicht vor) absolvieren 18,5% der HochschulabsolventInnen ein unbezahltes Praktikum – Tendenz steigend.

Kollektiv (aus ArbeitnehmerInnensicht) betrachtet ist diese Entwicklung eine Katastrophe.

Unternehmer stellen ArbeitnehmerInnen an, weil sie von dem durch ihre Arbeit geschaffenen Mehrwert profitieren. Nicht weil der Unternehmer Arbeitsplätze für die Volkswirtschaft schaffen will, nicht weil er den ArbeitnehmerInnen Beschäftigungstherapie gewähren möchte, sondern weil er von ihrer Arbeitskraft profitiert, hat er sie eingestellt.

Wenn nun jemand unbezahlt arbeitet, nimmt er jemandem den bezahlten Arbeitsplatz weg. Denn: Hätte es seine unbezahlte Arbeitskraft nicht gegeben, müsste der Unternehmer für die gleiche Tätigkeit (die ja einen vom Unternehmer begehrten Mehrwert schafft) jemanden bezahlen.
Unbezahltes Arbeiten bewirkt also Lohndumping für alle und Arbeitsplatzverlust für viele.

Und subjektiv?
Wer einmal erfolgreich unbezahlt bei einer Firma gearbeitet hat, dessen Chancen bei einer Bewerbung sind höher, als die eines Menschen, der der Firma unbekannt ist; wer viel Praxis im Lebenslauf nachweist, wird lieber angestellt, als jemand ohne Praxiserfahrung.
Also bedeutet unbezahltes Arbeiten die verbesserte Chance auf bezahlte Arbeit? Vielleicht.
Wenn nicht ein anderer Praktikant den Job, für den man nach dem unbezahlten Praktikum so wunderbar qualifiziert ist, ebenso unbezahlt erledigt.

Für die Chance auf bezahlte Arbeit unbezahlt zu arbeiten erscheint vielen Menschen offenbar erstrebenswerter, als gar nicht zu arbeiten. Man mag sich vor ihrem Fleiß verneigen, oder über ihre klassenkämpferische Dummheit weinen – eine positive Enwicklung ist die unbezahlte Erwerbsarbeit jedenfalls nicht. Weder für die Volkswirtschaft, noch für die einzelnen ArbeitnehmerInnen, oder die unbezahlten PraktikantInnen.
Dieser Entwicklung entgegenzusteuern vermag nur der Gesetzgeber.

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Das ist ein Zeitungsartikel (von mir). Kann mir jemand sagen, ob er schlüssig ist? Und ob ich die Straßenhuren-Allegorie weglassen soll?

Mai 1, 2007

Wir sind für die 15-Stunden Woche.
15 Stunden Erwerbsarbeit sollen ein Einkommen schaffen, von dem es sich anständig leben lässt. Rest der Zeit für Familie, Freizeit, Bildung, Ehrenamt, Schmetterlingsjagd, whatever.
Keine näheren Ausführungen dazu, aber falls jetzt die Kommentare am weblog-Kommentar-posting-Platz fliegen, wäre ich sehr erbaut. (Irgendein VWL-er, der sich erbarmt und das durchrechnen mag?)

Ansonsten noch einen schönen ersten Mai.

Filmprojekt

Mai 1, 2007

Film:riss (Studentenfilmfestival) sucht Trailer, Thema frei Einsendeschluss ist 1.9.