Archive for April 2007

Der Philosoph

April 29, 2007

Seine Gegner stapelten sich in einem Haufen am Boden. Ich zählte vier ihren ohnmächtigen Händen entglittene Revolver, siebzehn Knochenbrüche und drei verschobene Kiefer. Der Philosoph hatte wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Gelassen steckte er sich eine Zigarette an und blies Rauchringe ins fahle Licht der Straßenlaterne.
„Warum? All diese sinnlose Gewalt?“ fragte ich ihn.
„Gewalt ist niemals sinnlos“, erwiderte er.

Früher hatte der Mann, den die Unterwelt den Philosophen nannte eine Professur für Verfassungsrecht an der Universität Salzburg innegehabt.
Man hatte ihn suspendiert, nachdem der Boden seines Büros bei einer seiner üblichen Orgien zusammengebrochen war, wodurch er und zehn andere splitternackt im Büro des Dekans landeten.

…. „Der Philosoph“ ist eine Trash-Detektiv-Serie voll cooler Sprüche, juristischer Gefinkeltheiten und viel Action. Endlich einmal ein Buch, das nicht den Anspruch erhebt, einen Anspruch zu erheben.
Falls mir jemand Geld dafür gibt, schreibe ich daran weiter. *mafiagrins*

Rechtschreibungsredundanz

April 28, 2007

Nix Neues. Schreibt man „Neues“ dann groß? Ich verliere mehr und mehr mein Wissen um die deutsche Rechtschreibung und Grammatik. Früher, als ich noch Literatur las, da musste ich nie auch nur darüber nachdenken, wie man einen Beistrich setzt. Jetzt kommen diese Momente, wo ich vor dem Schreiben eines Wortes zögere („… Garderobe? naaa! Gaderobe. Oder?“) oder wo ich einen Beistrich im sicheren Wissen meiner Unwissenheit setze.
Es liegt an diesen dummen Skripten und Lehrbüchern, die niemals Korrektur gelesen werden. Und wo es einzig um den Sinn geht, aber sich keiner um Grammatik, Tippfehlerbereinigung oder gar Sprachschönheit bemüht. (Ausnahme: die Wendung „auf dem Boden der Gleichordnung verkehren“ ) Man gewöhnt sich dann an lasche Grammatik. Man hält auch im eigenen Schriftverkehr Beistriche für redundant. Der Wortschatz wird – die Fachvokabel ausgenommen – immer geringer.
Aber was tun gegen den ekklatanten (ekladanden?… und passt das Wort überhaupt….) Verlust der Ausdrucksfähigkeit, wenn doch alle Zeit, die man ins Lesen zu stecken bereit ist, für Monographien draufgeht?

… ich dachte schon an Hörbücher, die man während des Kochens hört, da fiel mir ein, dass diese ja eben genau nicht trainieren, wie man ein Wort schreibt. Vielleicht lege ich mir Buchstabier-Hörbücher zu (Stimme von Hannes Seebauer: „Der kleine Bär ging in den Wald. Bär mit Umlaut-a: B-ä-r. Dort traf er ein singendes, – Beistrich – tanzendes Eichhörnchen (zwei Mal h: Eich-hörnchen) , das -Beistrich- es kaum erwarten konnte, – Beistrich – zusammen mit dem kleineN *betont das N* Bären in die Schule zu gehen.“)

April 24, 2007

Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen.

(… gefällt mir schon sehr gut)

Life vs. Dissertation

April 22, 2007

…. Diplomarbeit klingt schon nach wichtig. Aber die Sonne scheint und das Baby lernt gerade krabbeln und die Katze setzt sich immer auf die Bücher, die ich gerade lese.

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Trojaner

April 16, 2007

Hat jemand zufällig eine Ahnung, was die Phishingproblematik beim Internetbanking angeht?
Falls ja, und falls er/sie darüber reden möchte, habe ich dafür ein offenes Ohr. Oder falls jemand sich über Trojaner und Schadenersatz austauschen möchte… willkommen in der Selbsthilfegruppe „Rechtsinformatik und permanentes Krisenmanagement meiner Lebensführung“

Studenten verlinken sich

April 7, 2007

http://www.studivz.net/

Es wird zwar nicht dein Leben verändern oder dich reich machen oder dir den Spaß deines Lebens bescheren, ist aber ganz witzig. Loggt euch ein, vielleicht trefft ihr dabei uralte Sandkastenfreunde… oder neue Leute… (oder wie ich nur Leute, die ihr sowieso immer wieder seht)

April 5, 2007

Wohnung zu suchen suckt total.

Alles was nicht zu klein ist, ist zu teuer. Alles was nicht zu klein und nicht zu teuer ist, liegt in der Pampa. Alles was nicht in der Pampa liegt, ist zu klein und zu teuer.

Samurai-Schläfer

April 1, 2007

Einerseits ist Schlaf ob seiner Erholsamkeit und diesem wunderbarem Gefühl von Sicherheit sehr zu empfehlen, andererseits aber verbringt man einfach verdammt viel Zeit damit, obwohl man doch viel genialere Sachen stattdessen machen könnte.

Darum sinniere ich gerade über Müdigkeit und Schlaf und deren Zusammenhang. Nein, das ist keine redundante Überlegung. Es gibt nämlich einen gewissen Punkt von „Übung'“, dass man trotz wenig Schlaf ausgeruht ist, weil man wenig Schlaf gewohnt ist. Und umgekehrt kann man sehr viel schlafen und dennoch müde sein…

Das Gefühl des Ausgeruhtseins und Energiehabens ist höchst begehrenswert. Meine Frage ist eine Art Extremwertaufgabe: Um den Erholwert von 1a zu haben, will L möglichst wenig Schlaf.

Noch lieber hätte ich die Fähigkeit, ohne Schlaf nicht müde zu sein. Kaffee ist nicht der Schlüssel dazu (wirkt nur kurzfristig, bzw.eher gar nicht).

Oder vielleicht sollte ich ein Samurai-Schläfer werden. Die Samurai haben die Fähigkeit, sofort wenn Zeit dazu ist in einen sehr leichten Schlaf zu fallen, aus dem heraus sie sofort kampfbereit sind, der ihnen aber Erholung verschafft. (z.B. beim U-Bahn-Fahren, von Taubstummengasse bis Schwedenplatz 6 Minuten Samurai-Schlaf, und dann erholt ausgestiegen und weiter geht’s…)

PS:Lonesomes weblog ist blog of the minute!

( gegenfeuer.wordpress.com)