Archive for März 2007

SIEG!

März 29, 2007

Ratet mal, wessen Prüfungspass im Dekanat auf Übertragung auf österreichisches Zeugnispapier wartet… :0)
Es ist jemand, der hochmotiviert an seine Seminararbeit geht ohne dabei die Diplomarbeit zu vernachlässigen und der in ein paar Wochen auf Exkursion nach Italien fährt.
*sing-sing*

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clara schreibt einen weblogeintrag

März 26, 2007

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März 24, 2007

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the ones who believed in their way of living until the end
the ones who desired the meaning of their existence

Kiira-Shan

März 24, 2007

Kiira-Shan

Er verbrachte Monate der Leere, von Freunden umgeben, denen er nicht vertraute, auf Festen, die er nicht wollte und erfüllt von einer Einsamkeit, die nicht nachließ. Alles erschien ihm schal, zwecklos, nur sinnlose Beschäftigung ohne Ziel: die Partys, das Lernen, Vorlesungen zu besuchen, Bücher zu lesen, ins Theater zu gehen, zu essen, zu schlafen – wozu.
Er blieb nächtelang auf, bis ihn um vier Uhr früh der Schlaf übermannte, er verschlief Vorlesungen und versäumte Termine, er versetzte Freunde und starrte in seine Lehrbücher, ohne zu lernen. Rief ihn einer am Telefon an, erschien ihm der als lästiger Störer, und kaum hatte er aufgelegt, wieder die Leere, die Leere.
Es vermochte ihn nichts zu erfreuen und nichts zu erschrecken, nur ein leises Flimmern von Unruhe war in ihm: er verschwendete sein Leben, und er wusste es.
Das was ihn eigentlich erstaunte, war, dass auch ohne seine Hingabe alles lief. Er bestand Prüfungen ohne dafür gelernt zu haben, die Freunde riefen immer wieder an, und ob er sich auf einem Fest amüsierte, ob er einem Gespräch folgte oder ob er seinem Gegenüber vertraute, interessierte bis auf ihn (und ihn auch nicht, denn er gefiel sich in seinem Leiden) niemanden. Er nahm es als weiteren Beweis für die Leere.

Dann kam Kiira-Shan zu ihm, ganz in Weiß gekleidet, engelsgleich erschien er ihm, der er gerade in seiner Kammer saß, von Selbstzweifel zerrüttet, von Sinnkrise gepackt, von Selbstmitleid umfangen, und Leere drohte ihn zu versenken.
Er sah Kiira-Shan und Kiira-Shan war ihm wie ein Ufer im Meer der Leere. Er sprang auf, Rettung war nah: „Kiira-Shan !“ und Kiira-Shan schüttelte tadelnd den Kopf und nahm ihn beim Ohr und schüttelte ihn durch.
„Was machst du mit deinem Leben, Loki?“
„Ich verschwende es“, gab er zu, und auf eine unbestimmte Art genoss er, dass das Ziehen an seinem Ohr stärker wurde auf diese Antwort hin. Zumindest einen schien es zu kümmern, und der, der ihn für die Verschwendung tadelte und strafte, würde mit der Strafe Vergebung schaffen, und Rettung, denn wer richtet, muss retten. Es würde keine Leere mehr da sein, irgend etwas würde hinzutreten, etwas Wichtiges, die Rettung, die er nur übersehen hatte.
„Dein Volk leidet, Loki“, sagte Kiira-Shan , „und du sitzt hier und haderst mit dir selbst.“
Fast bedauerte er es, dass Kiira-Shan ihn nicht mehr am Ohr beutelte; es schien ihm Jahre her, seit ihn zuletzt ein Mensch berührt hatte, und bis zur Zeit im Mutterleib zurück, dass es ein Mensch gewesen war, dem an ihm lag. Und Selbstmitleid überkam ihm bei diesem Gedanken, und bei der Erkenntnis, dass Kiira-Shan auch keine Rettung bot; wenn Kiira-Shan auch ein Ufer war, konnte es dennoch von Selbstmitleid (und der Leere) überschwemmt werden.
„Dein Volk leidet, Loki“, wiederholte Kiira-Shan , „und du sitzt hier und haderst mit dir selbst.“
Loki nahm erst jetzt den Sinn des Gesagten wahr, und dass das Gesagte keine Rettung bot für ihn.
„Mein Volk“, sagte er und fiel aus allen Wolken dabei, sein Volk, wer war schon er, ein selbstmitleidzerfressener Student der gern dem Wodka zusprach und nicht genug Stärke hatte, sich aus dem Loch der Depression zu ziehen. Er hatte Rettung für sich gewollt, nicht Retter sein für sein Volk, es mochte sein, dass sie alle litten, siebenundhalb Millionen Menschen, doch was war ihr Leiden gegen das seine (die Leere kehrte zurück) und er vermochte nichts gegen seines auszurichten und von seinem wusste er zumindest, worin es bestand….
Er war kein Heiland und kein Retter. Er was 20 Jahre alt, konnte nicht vor Publikum sprechen und genierte sich, die ihm Bekannten per Händedruck zu grüßen. Er hatte kein prägenden Erfahrungen in der Kindheit gemacht und war kein Abkömmling eines Königshauses, er hatte keine Ziele und keine Werte.

„Du kannst sie retten“, sagte Kiira-Shan , „Geh hinaus und tu es.“
Er wollte sagen, dass er nicht zum Retter tauge und dass seine eigene Rettung ihm schon schwer genug fiele, und stattdessen brachte er nur ein klägliches „Lass mich nicht allein“ heraus, die Leere würde wiederkommen; schon breitete sie sich aus wie ein matter Schleier…
„Hier“, sagte Kiira-Shan und seine Faust schnellte vor, traf auf Lokis Nase auf und da war Schmerz, der den Schleier zerriss, und dann kam Blut, und er schmeckte es im Mund und er musste lachen und er lachte laut und göttergleich (und er hörte Kiira-Shan einen Ratschlag geben, den er sein Leben lang bewahrte: „Schmerz ist ein Freund, die Angst ist ein Feind“) und das Blut tropfte beständig zu Boden und als er sich dann umsah, war Kiira-Shan verschwunden (war er jemals dagewesen?) und da war nur noch er und das Blut, das in seine hohle Hand tropfte.

much has changed since you left from here my friend…

März 20, 2007

Dinge, die man früher für faszinierend befand und die einem damals selbstvertändlich waren sind einem auf einmal fremd.

Z.B. Reißverschlussgeschichten („Beim Aufwachen überlegte er sich, was er heute so tun wollte. Er dachte intensiv an Sex, Gott, Geld, Hemdbügeln und schwarzen Kaffee und entschied sich dann, mangels Alternativen, für Kaffee. Er trank den Kaffee schwarz und zog seine Jeans an, wobei er an Sex, Gott und Geld dachte. Aber dann musste er sich der unangenehmen Wahrheit stellen, dass er auch ums Hemdenbügeln wohl nicht herumkommen würde.“…) gemeinsam mit L und K. Oder die Geschichte von Little Shatterhand, gemeinsam mit B, T, und L. Oder Anita Blake. Oder die Comic-scanlations mit den zwielichtigen Inhalten.

„Tanz den fertility-rap, Bruder!“
Damals hatte sogar die Verdorbenheit etwas sehr Unschuldiges.

„Entdecke die Meditation der Besenführung“

März 18, 2007

Geschirrspüler ausräumen und einräumen, Wäsche sortieren und waschen und aufhängen und abnehmen und bügeln und verlorene Knöpfe annähen und staubsaugen und Boden wischen und Bett abziehen und einkaufen und kochen und Waschbecken putzen und Klo putzen und Badewanne schrubben und Backrohr reinigen und Fenster putzen und Geschirrspüler ausräumen… (Fortsetzung siehe oben)
Es ist alles sehr unlustig. Ich arbeite gerade an Konzepten, wie ich zu Arbeitskräften komme, die diese Arbeit statt meiner erledigen wollen. Hier ein paar davon.

a) In den Kontaktanzeigen schundiger Zeitungen posten: „Knie nieder und putze“ (für Masochisten, die mir Geld geben wollen um auf Knien mit einem löchrigen Tuch in der Hand den Boden zu wischen)

b) Der Staatsanwaltschaft Salzburg nahelegen, dass die Erledigung meiner Hausarbeit gemeinnützige Arbeit im Sinne der Diversion ist. (Woraufhin kriminelle Jugendliche meinen Geschirrspüler ausräumen um von da an den Weg der Kriminalität zu verlassen)

c) Meine Wohnung zu einem Wellnesszentrum für gestresste Manager erklären: „Entdecke die Meditation der Besenführung“

d) Mich bei der Volkshochschule als Ausbildnerin für Kurs „Effektive Haushaltführung I“ vorstellen, woraufhin meine Kursteilnehmer zu Übungszwecken meine Wohnung putzen dürfen.

Hoffnung und Angst widerstreiten (Gedicht)

März 15, 2007

Wir sind verratzt, verratzt, verratzt.
Nein.
Es gibt Hoffnung ein bisschen.
Verratzt. Verratzt, verratzt, verratzt.
Hoffnung kein bisschen.
Ja.
Mag nicht Prüfung machen.
Der Lernung ist nicht Zeit genug.
Verratzt, verratzt, verratzt.
Oder Hoffung ein bisschen.
Ieks. Aaks. Hoffnung kein bisschen.
Oder. Ja.

März 13, 2007

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Das ist der Igel-Teenager, den wir letztens im Garten gefunden haben. (für größeres Bild einmal draufklicken).Er teilte eine Dose Katzenfutter mit Angelo, dann trollte er sich wieder.

Internationaler Frauentag!

März 8, 2007

Jetzt etwas, was ich lange schon loswerden wollte:
„Das ist ja so eine selbstständige Frau, die geht arbeiten und betreut die Kinder und schupft den Haushalt und nebenbei kümmert sie sich auch um das kaputte Dach vom Kegelverein“ bzw.
„Das ist ja so eine emanzipierte Frau, die kann sogar selbst den kaputten Wasserhahn reparieren“
DASS FRAUEN JETZT AUCH DIE KLASSISCH MÄNNLICHEN AUFGABEN (NÄGEL EINSCHLAGEN, COMPTER REPARIEREN, BODEN ABSCHLEIFEN, WASSERHAHN REPARIEREN, SCHMUTZIGE ERWERBSARBEIT) ERLEDIGEN, MACHT SIE UM KEINEN DEUT EMANZIPIERTER. Im Gegenteil. Eigentlich übernehmen sie damit das, was bis dahin Männer als ihre Pflicht anerkannt haben. Wodurch die Pflicht und die Arbeit der Frauen nur noch mehr wird.
Emanzipation sollte bedeuten, dass Frauen ihre Rechte bekommen. Und, logisch zwingend, dass Männer ihre korrespondierenden Pflichten erledigen. Die Aufteilung ist eigentlich egal. Darum geht’s.
Dass Frauen die „weiblichen“ und die „männlichen“ Pflichten erledigen „dürfen“
hat nichts mit Selbstbestimmung der Frau, aber sehr viel mit ökonomischer Notwendigkeit und/oder männlicher Faulheit zu tun.

…. übrigens finde ich es eine enorme Frechheit, dass Teilzeitarbeit keine Überstunden kennt.

(also visit deadra.wordpress.com)

Vollautomatische Inskription

März 7, 2007

Wir sind eine sehr fortschrittliche Universität.
Alles was ein Student sich so wünschen kann (Inskription, Bestätigungen, Zeugnisse…) kann man am Servicepoint ausdrucken. Ein Servicepoint ist übrigens so ein Plastik-Metall-Teil das aussieht wie eine Kreuzung aus einem Bankomatautomaten, einem einarmigen Piraten und einem Kiosk. Man kann dort mittels Stecken einer Plastikkarte Bestätigungen ausdrucken, Inskribieren bzw. Studiengebühren einzahlen, Zeugnisse ausstellen lassen usw.
Der Servicpoint zeichnet sich dadurch aus, dass kein kompetenter (nicht mal ein inkompetenter) Mensch zum Beschimpfen da ist, wenn was nicht funktioniert. Und natürlich funktioniert nie etwas.
Zum Zwecke der Inskription genügt die Einzahlung der Studiengebühr am Servicpoint unter gleichzeitigem Stecken der „studentcard“ und der Bankomatkarte. Es gibt drei sogenannte Servicepoints, einen im Toskanatrakt und zwei in der Kapitelgasse. Da der im Toskanatrakt immer kaputt ist, ging ich zielstrebig in die Kapitelgasse. Die lange Schlange zahlungswilliger Studenten lachend berachtend und mich des schönen Tags freuend stellte ich mich bei einem der Automaten an. Als ich nach schlappen 20 Minuten dran kam, spuckte der Servicepoint meine Karte verschmähende aus: „Error“. Well, nach vier Versuchen schluckte der Servicepoint meine Karte -doch nicht etwa, um das heißbegehrte Druckmenü anzuzeigen, sondern um sich aufzuhängen wie ein uralter Windowscomputer. Mit meiner Karte im Bauch!
Ein kurzer Anruf (Augenblick, Sie werden verbunden… nein, die gewünschte Stelle ist nicht erreichbar, rufen Sie am St. Nimmerleinstag wieder an… ach so, dringend, naja,… gut, ich stelle durch. Aber da sind die Kollegen grad auf Mittagspause…) genügte und sofort kam eine heitere Frau, der das Versäumen ihrer Mittagspause gaaar nichts ausmachte an den Apparat. Ihre Kollegin, die einzige auf der Uni, die den Schlüssel hat, der benötigt wird um den Servicepoint zu öffnen und ihm meine Karte zu entreißen, ist leider gerade nicht da.
Stunden später wird der Servicepoint geöffnet, danach neu gestartet (er IST übrigens ein uralter Windowscomputer) und dann ist er nach einigen Macken (Das System ist leider überlastet, wenn viele darauf zugreifen… : „Derzeit keine Zahlung mit Bankomat möglich“) auch bereit, meinem Konto 370 Euro zu entziehen. Hurra!