Habe ich schon erwähnt, dass die kleinen Steine auf dem Weg zu meiner Hochzeit mit der Wissenschaft momentan den Charme des Ayers Rock haben?
* Die Gewerkschafts/AK-Bibliothek Kagenfurt ist gar nicht so schlecht sortiert, hat ihre Bücher aber alle verliehen. Resultat: Pflicht, nach Salzburg in die Universitätsbibliothek zu pilgern.
* Ich habe bei mehreren Aufsätzen vergessen, die Fundstelle korrekt aufzuschreiben. Wenn die eigene Dummheit und Schlamperei einem 14 Stunden mehr Arbeit beschert, verspürt man den unwiderstehlichen Drang, irgend jemandem irgend etwas Schlechtes zu tun. Eventuell könnte es sich bei irgend jemandem um einen selbst handeln. Irgend etwas Schlechtes könnte eventuell sehr autoaggressive Züge tragen.
* Mir wird übel und schwindlig vor Selbstmitleid, wenn ich einen neuen Aufsatz lese. Das hängt damit zusammen, dass ich momentan nur lauter Zeug lese, das mir ohnehin schon bekannt ist.
* Zusätzlich sollte ich eine Seminararbeit schreiben, die eine sehr kurze Abgabefrist hat. Was dazu führt, dass Arbeit an der Diss Betrug an der Seminararbeit darstellt. Und vice versa.
* Ich bin eindeutig nicht für die Wissenschaft gemacht. (Auflösen der Verlobung?)
* Die Eisenverstärkung an der Wand ist bereits brüchig, weil ich immer mit dem Kopf dagegen schlage *rumms*. Vielleicht sollte ich mir eher so ein Genie-Hämmerchen zulegen wie Daniel Düsentrieb?
PS (edit): Erneut frage ich mich, warum das gesamte Unipersonal (die Lehrenden, die Sekretärinnen, einfach alle…) so nett zu mir ist. Vielleicht, weil sie nichts davon wissen, wie die dunkle Seite der Macht (die Nichtwissenschaft, das Internetsurfen und das Selbstmitleid) mich zu sich ruft? Oder vielleicht weil sie genau von diesen Verlockungen wissen? Fragen über Fragen. Außerdem ist es sehr unerwachsen, von ein paar freundlichen Worten mehr motiviert zu sein als durch inneres Feuer.