Archiv für November 2009

November 30, 2009

Seit drei Nächten übernimmt A. das Baby in der Nacht, damit ich durchschlafen kann (Ziel: Genug Konzentration für Dissertation und Seminararbeiten aufbringen). Seit ich durchschlafe bin ich beim Aufstehen noch mehr als zuvor versucht, liegenzubleiben. Diese Verlockung des noch warmen Betts, des Schlafs, der eine verheißungsvolle Umarmung verspricht. Seltsam, wie man durch mehr Schlaf nur noch mehr Schlaf will.

November 27, 2009

Ich könnte die große Gastgewerbekonzession gratis beantragen, da ich ja studierte Juristin bin.
weird. … (Aber immerhin weiß ich jetzt, was ich mache, wenn meine Karriere scheitert: Ein Kaffeehaus wie Luke’s Bar aufmachen. Ich dachte an eine eingeschränkte Speisekarte mit coolen Sandwiches, sowie täglich einer Hauptspeise. Und natürlich Kaffee. Und Klaviermusik. Und eine angeschlossene Buchhandlung. Und überhaupt.)

November 27, 2009

My-my, Zentralheizung ist sssssso geil.

Innerer Monolog in der Kälte

November 26, 2009

Mittlerweile sind die E-Heizkörper abgenommen und in wenigen Tagen sollte die umweltschonende, megagünstige Fernwärmeheizung in Betrieb genommen werden. Momentan aber sitzt unsere Heldin (das wäre ich) in ihrem eiskalten Arbeitszimmer und schreibt, in eine moosgrüne Männerjacke gehüllt, an ihrer Seminararbeit.
Da wir gerade beim Thema „frieren und Arbeitsmoral“ sind… Kennt ihr „Wie der Stahl gehärtet wurde“? Wieder mal eine Buchempfehlung. Auf youtube gibt es auch den Film (wobei ich davon erst einen Ausschnitt von 5 min gesehen haben – sie sitzen am Lagerfeuer und singen in herrlichem Russisch). Was mich zu meinem Zorn auf meine gymnasiale Arbeitsmoral führt. Hätte ich nur in der Russischstunde Russisch gelernt, anstatt „Schön, dass wir jetzt Russisch haben, ich hab’ schon lange nicht mehr mit J. , L., K. oder S.geplaudert/ mit M. Weltbeherrschungspläne geschmiedet/eine Gegenoffensive gegen M.’s Papierkugelattacke gestartet/Comics gemalt“ zu praktizieren. … Der Kaffee schmeckt gut. Apropos Kaffee. Heute früh habe ich Hagebuttentee getrunken, stolz auf meine Koffeinabstinenz. Nach einer Stunde wach sein und immer noch nicht wach sein (Ich ertappte mich dabei, gute fünf Minuten lang auf die weiße Wand zu stieren und mich dabei seltsam zufrieden zu fühlen, das Hirn auf drei Mal so langsam geschaltet.) gab ich es auf und gab dem Körper, wonach er verlangte. … Bei mangelnder Geschwindigkeit fällt mir ein neues Objekt meiner Genervtheit ein: Ein vergilbtes, rotgbeundenes Buch „Geschichte der Wiener Revolution. Volksthümlich dargestellt von Max Bach“ (1898). Die perfekte Quelle. In f*ing alter Schrift. Natürlich kann ich sie lesen, sogar einigermaßen schnell – aber ich kann nicht innerhalb von zwei Sekunden eine Seite scannend feststellen, ob es lohnt, diese tatsächlich zu überfliegen. Nein, ich muss das Buch tatsächlich lesen, Zeile für Zeile. Und Stunde um Stunde entrinnet. Dennoch bin ich hochmotiviert für das Doktorat. Wer einmal den süßen Nektar des „Aber gerne, Frau Magister“, „Grüß Gott Frau Magister“ und „Für die Frau Magister immer“ (die Konstruktion nennt sich Österreich) gekostet hat, steht einfach drauf. Zumindest, wenn er so oberflächlich (dafür ein wenig Eigenlob für Selbsterkenntnis: Wowdiwow, diese Selbsterkenntnis!) veranlagt ist wie ich. … Habe ich schon von den weißen Vorhängen in meinem Arbeitszimmer berichtet? Auch sehr oberflächlich, ja, geradezu kleinbürgerlich. Egal. Kipling und Lenin (20 Extrapunkte dafür, die beiden in einem Satz unterzubringen) sehen die Mittelklassen übrigens als wissenschaftsfeindlich. (*strebermode off*) … Jedenfalls möchte ich furchtbar gerne einmal ein Buch schreiben. Nur, dass dieser Plan nicht so sinnvoll und erfolgsversprechend aussieht, wie ein Dutzend anderer Pläne und deswegen hintangestellt wird. Manchmal hasse ich meinen Sinn für Prioritäten. Es wäre nämlich wirklich-wirklich obercool ein Buch zu schreiben. Vielleicht nehme ich mir, wenn Kind 2 etwas größer ist, mal eine Woche frei und begebe mich in einer Klause, um sieben Tage lang zu schreiben. Passenderweise würde ich keinen Bissen essen (um den kreativen Wahn anzufachen) und literweise schwarzen Kaffee trinken. … jetzt sind schon zehn Minuten mit Schreiben vergangen. Spät isses. Jessas. Und meine Finger sind so klamm, dass ich kaum mehr tippen kann. (Grund: Mangel an Heizung. siehe oben). Ich werde mich mit ein paar Büchern zu einem Raum mit Ofen verziehen. (Engelchen: „Du warst schon mal härter, Kleines“ Teufelchen: „Jaaaa… aber woanders wär’ es so schön warm.“ Engelchen: „Was ist mit der Wärme der Wissenschaft?“ Teufelchen: „Mir wurscht, ich mag lieber die Wärme des Ofens.“ Engelchen: „Luschi.“ Teufelchen haut Engelchen mit Dreispitz auf den Kopf. fadeout.)

November 25, 2009

don’t ask me about the plague (and what plague means in the context of my growing anger)

November 25, 2009

manifestwerdende Ignoranz der wissenschaftsfeindlichen Mittelschichten

(zur gefälligen Anwednung. leider nicht von mir)

November 21, 2009

WORD ASSOCIATION

Slippers: wear
Hat: bye-bye hairdo
Hard: ice
Free: mountain
Space: star
Taste: earl grey
Good Charlotte: hush-hush
Red: blood
Deep: abyss
Heart: body
Cord: cut
Cheese: bread
Rain: wet
Work: money
Pedal: car
Head: character
Bed: pillow
Fluff: pink
Hardcore: exhaustion
Race: gender
Knife: blade
Jump: high!

I….

am … responsible for quite a few things
want … sleep
need … sleep?
crave … err… sleep?
love … kids, kittens, woods and A’s perfect smile
hate … crime
did … nothing totally outstanding but much quite ok
feel … happy (and tired)
miss … uninterrupted sleep
am annoyed by … hedonism. It’s a concept I really don’t understand.
would rather … meme and me is perfect, thank you.
am tired of … being treated so much better with hairdo and make-up than without (I’m wasting 15 minutes of my life on something I think stupid yet I do it anyway because of the effect. Every day. Crazy.).
will always …. think, act and doubt my actions and thoughts (not necessarily in this order, though)

choices, choices

November 20, 2009

If so many things seem possible and desirable – but you have to choose between them… What do you do?

1) Nothing. The illusion of gaining everything by choosing nothing is just perfect.
2) Nothing. After all you are a little tired.
3) Choose the right thing and follow the path appointed to you by your very choice.
4) We try for everything. If we can’t have it all, nobody will.

November 19, 2009

wants:

* sleep 6 hours of uninterrupted sleep

* eat a whole meal that’s still warm

* perfect job (december 2010)

* coffee

… one of these wishes can be granted.

01.11. and 02.11. Allerheiligen

November 14, 2009

Around the time of Halloween Austrians celebrate „Allerheiligen“ and „Allerseelen“ which means „All holy and all saintly (men)“. In fact this (Christian) translation is not the only way to put it as „Allerheiligen“ also means „All hellows“ (which leads back to Halloween).

Allerheiligen is a night to remember the dead. November in Austria is cold, oftentimes misty, sometimes snowy. The weather adds to the slightly sad yet hopeful atmosphere of Allerheiligen. You remember the dead, you mourn them, you gather (lving people only) on he graveyard and afterwards in a restaurant or at a home. Of course there is also mass (Like all Christians Catholics believe in the resurrection of flesh, which means that one day everyone will be alive again like befoe.)
The morning of Allerheiligen (or the day before) people try to pimp their graves. The tombstones are cleaned and wreaths (made of fir) and many candles are put on the graves. Most candles are sold inside red plastic wraps, therefore on the night of Allerheiligen the whole cemetery is in a dim, red light.
Did I mention that I’m very fond of Allerheiligen?

Recently the tradition of Halloween (people dressing up gothic and kids doing fancy dress-parties and „trick or treat“) came to Austria as well. I don’t really like that as we already have Fasching (carneval) for dressing up and molesting people with stupid jokes. Nevertheless I understand the fascination for kids (blackmailing grown-ups for nice treats…. who wouldn’t?).