Zehn Jahre Popperschule. Der Kurier widmet diesem Jubiläum einen Artikel mit dem geistreichen Titel „Gescheit und glücklich“.
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Ich war sehr gerne in unserer Schule und glaube auch, dass sie mir persönlich sehr viel mitgegeben hat. Besonders der Vergleich mit meiner vorigen Schule (Rahlgasse) und deren SchülerInnen fällt sehr zugunsten der Popperschule aus. Verglichen mit meiner vorigen Schule kann ich sagen, dass die PopperschülerInnen deutlich intelligenter, angenehmer, empathischer, weltoffener und kultivierter waren und auch jetzt deutlich mehr im Leben voranbringen als die anderen. Das ist der einzige Vergleichswert, den ich habe. Jedoch hoffe ich schon, dass das an der mangelnden Qualität meiner alten Schule liegt und nicht generell so ist…
Wie auch immer.
Ein paar Zitate aus dem überaus geistreichen Kurierartikel möchte ich euch nicht vorenthalten:
„Ehemalige haben keine Schwierigkeiten mit den Anforderungen der Uni – die Unis werden aber den Ansprüchen von Hochbegabten nicht gerecht.„
Charming. Zugegebenerweise habe ich keine Schwierigkeiten mit den Anforderungen der Uni, und ich bin durchaus dankbar für die Fähigkeit, Sachen etwas schneller als die meisten Mitstudenten zu begreifen. Aber dass die Universität meinen Ansprüchen nicht gerecht wird, ist schon eine etwas arrogante Aussage.
„In der Schule ging es nicht vorrangig um Noten, sondern darum, zu lernen. An der Uni kommt es vielen Studenten nur darauf an, alle Scheine zu kriegen.“ Dozenten verstärken diese Einstellung mit Aussagen wie: „Diesen Teil müsst ihr nicht verstehen. Das wird nicht geprüft.“ Aber Popperschüler wollen verstehen.
Ja, bitte, Leute, die nicht verstehen wollen, sollten sich überlegen, ob sie an der Uni wirklich gut aufgehoben sind. Und solche Dozenten erst recht. Trotzdem kann es nicht schaden, alle Scheine zu haben und dann letzlich einen netten Bescheid in Händen zu halten.
90 Prozent der Popperschüler studieren – ein Drittel Jus oder BWL, 20 Prozent Medizin.
Klingt elitär. Ein korrekt recherchierter Artikel würde eventuell auch Angeben dazu beinhalten, wie die Statistik bei anderen Abiturienten zwischen 17 und 24 aussieht.
Laut Studie sind Popperschüler übrigens überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem Leben – sowohl beruflich als auch privat. So ein Glück. Unsere ältesten Absolventen sind übrigens 24 Jahre, wie soll man in dem Alter nicht zufrieden sein, bzw. wie misst man Zufriedenheit in dem Alter?