Zucker und Realität

By L

Seit einiger Zeit macht A. eine Diät, bei der alles mit Zucker verboten ist. Logische Konsequenz der gemeinsamen Haushaltsführung ist somit, dass auch ich keinen Zucker zu mir nehme. Wochenlang also aß ich nichts, was Zucker enthält (Wurst, Schokolade, Kuchen… you know.)

Gestern aber habe ich mir ein Milky Way und einen Jomo Marmorkuchen gekauft. Habe von beidem je einen Bissen gemacht und war sehr angeekelt. Wenn man eine Weile keinen Zucker ist, erweitert sich offensichtlich der Geschmackssinn. Ich konnte ganz genau rausschmecken, wie billig das Zeug produziert wurde. Wenn man das Hühnereiweiß rausschmeckt und diesen schalen Geschmack billiger Süße (und viel zu süß!), dann wird einem sehr schockiert klar, was man früher immer in sich reingestopft hat.

Ein weitere Vorteil der zuckerlosen Ernährung: Dinge haben wieder einen Geschmack (bzw. qualitätslose Dinge eben gerade keinen). Ein Stück Apfel mit Nüssen, Leute, das schmeckt fantastisch, süß und echt und kolossal. Auch erwärmte Milch hat eine gewisse Süße und ein kleiner Löffel Honig auf gebuttertem Brot ist eine Offenbarung.

3 Antworten zu „Zucker und Realität“

  1. kalafudra sagt:

    Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.
    Wobei ich gestern total stolz auf mich war: ich habe einen Überraschungscocktail bekommen und konnte rausschmecken, was da alles drin ist!

  2. Laura sagt:

    ja, wow, das würde mir nicht gelingen. :)
    Wir sehen uns in Kürze! (Mit Paul, um gleich erste Verkuppelungsversuche zu starten? Clara ist sicher sehr angetan.)

  3. B.B. sagt:

    Lange nicht gesehen und gelesen. Prima, dass du wieder bloggst!

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